Erschöpfung, Fatigue und Long COVID in München
Ursachen erkennen – Beschwerden gezielt behandeln
Anhaltende Erschöpfung, Fatigue und Long COVID können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Viele Betroffene leiden unter anhaltender Müdigkeit, verminderter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen („Brain Fog“) oder Belastungsintoleranz. Die Ursachen sind häufig vielfältig und reichen von hormonellen oder stoffwechselbedingten Veränderungen über Mikronährstoffmängel bis hin zu den Folgen einer Virusinfektion.
Unter Long COVID versteht man Beschwerden, die länger als zwölf Wochen nach einer SARS-CoV-2-Infektion bestehen oder neu auftreten und nicht durch eine andere Erkrankung erklärt werden können. Da ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben können, ist eine sorgfältige Diagnostik entscheidend.
Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Eine Untersuchung kann unter anderem sinnvoll sein bei:
- anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung
- Fatigue
- Long COVID oder Post-COVID-Syndrom
- Konzentrationsstörungen („Brain Fog“)
- verminderter körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit
- Belastungsintoleranz
- Schlafstörungen
- Muskel- und Gelenkbeschwerden
- Herzrasen oder Atemnot
- Beschwerden nach Virusinfektionen
Unser Behandlungskonzept
Da Erschöpfung, Fatigue und Long COVID unterschiedliche Ursachen haben können, gibt es keine Standardtherapie. Grundlage jeder Behandlung ist eine umfassende Diagnostik, um mögliche Auslöser und Begleiterkrankungen zu erkennen.
Auf Basis der Untersuchungsergebnisse entwickeln wir ein individuelles, wissenschaftlich fundiertes Behandlungskonzept. Je nach Befund kann dieses unter anderem umfassen:
Moderne Labordiagnostik
Individuelle Laboranalysen zur Beurteilung Ihres Gesundheitszustands.
Herz-Kreislauf-Diagnostik
Früherkennung von Herz- und Gefäßerkrankungen mit modernen Untersuchungsverfahren.
Körperzusammensetzungsanalyse
Analyse von Muskelmasse, Fettmasse und Körperzusammensetzung.
Mikronährstoffdiagnostik
Analyse möglicher Defizite als Grundlage einer gezielten Therapie.
Mikrobiomanalyse
Untersuchung der Darmflora als ergänzender Baustein einer ganzheitlichen Prävention.
Unser BlueZoneMuc Long COVID-Check
Der BlueZoneMuc Long COVID-Check kombiniert moderne Diagnostik mit einer individuellen ärztlichen Beratung. Ziel ist es, mögliche Ursachen Ihrer anhaltenden Beschwerden zu erkennen und auf dieser Grundlage ein persönliches Diagnostik- und Therapiekonzept zu entwickeln.
Häufige Fragen zu Erschöpfung, Fatigue und Long COVID
Welche Untersuchungen und Laborwerte sind bei Long COVID bzw. Post-COVID-19- Syndrom sinnvoll?
In erster Linie sollten eine ausführliche Anamnese und eine umfassende klinische Untersuchung erfolgen. Dabei sind insbesondere Vorerkrankungen, die aktuelle Medikation sowie die Erfassung der bestehenden Symptome – beispielsweise Fatigue, Belastungsintoleranz, Atemnot, Konzentrationsstörungen oder Herzrasen – von Bedeutung. Ebenso wichtig ist die genaue Betrachtung des Verlaufs der COVID-19-Erkrankung.
Ergänzend sollte eine ausführliche Labordiagnostik durchgeführt werden. Diese sollte mindestens die Bestimmung von Entzündungsparametern, Blutwerten zur Beurteilung der Organfunktionen sowie gegebenenfalls die Überprüfung des Vitamin- und Spurenelementstatus umfassen. Darüber hinaus können je nach klinischer Fragestellung spezielle Autoantikörper sowie weitere Laborparameter untersucht werden, die Hinweise auf immunologische Prozesse oder Störungen des Energiestoffwechsels (u.a. mitochondriale Diagnostik) geben. Darüber hinaus empfiehlt sich eine apparative Untersuchung von Herz und Lunge. Mittels Ultraschalles können zudem die Bauchorgane sowie die Schilddrüse beurteilt werden. Abhängig vom individuellen Beschwerdebild kann ferner eine weiterführende neurologische Diagnostik sinnvoll sein.
Habe ich Long COVID und welche Symptome können auftreten?
Einige Von Long COVID spricht man, wenn Beschwerden länger als vier Wochen nach einer SARS-CoV-2-Infektion fortbestehen oder neu auftreten. Halten die Symptome mindestens zwölf Wochen an und lassen sie sich nicht durch eine andere Erkrankung erklären, spricht man vom Post-COVID-19-Syndrom (PCS).
Long COVID kann unabhängig vom Schweregrad der akuten Erkrankung auftreten und wird auch nach milden oder asymptomatischen Infektionsverläufen beobachtet.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
-Ausgeprägte Erschöpfung (Fatigue)
-Verminderte körperliche und geistige Belastbarkeit
-Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ("Brain Fog")
-Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
-Anhaltender Husten
-Muskel- und Gelenkschmerzen
-Kopfschmerzen
-Geruchs- und Geschmacksstörungen
-Herzrasen oder Herzstolpern (Palpitationen)
-Brustschmerzen
-Schlafstörungen
-Schwindel
-Magen-Darm-Beschwerden
Eine besonders schwere Ausprägung von Long COVID stellt die Myalgische Enzephalomyelitis / das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) dar. Charakteristisch ist die Post-Exertionelle Malaise (PEM) – eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden nach bereits geringer körperlicher, geistiger oder emotionaler Belastung. Betroffene können dadurch erheblich in ihrer Alltags-, Berufs- und Lebensqualität eingeschränkt sein.
Literatur
World Health Organization (WHO). A clinical case definition of post COVID-19 condition by a Delphi consensus. 2022.
Xu E, et al. Long COVID in adults: A Systematic Review and Meta-analysis. 2024.
O'Mahoney LL, et al. Long COVID: A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of Infection. 2025.
Peluso MJ, Deeks SG. Long COVID: Pathogenesis, Diagnosis, and Management. New England Journal of Medicine. 2024.
Al-Aly Z, Topol EJ. Long COVID: Major findings, mechanisms and recommendations. Nature Reviews Microbiology. 2024.
Ivanovska M, et al. Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome following SARS-CoV-2 infection. Journal of Translational Medicine. 2025.
Welche Rolle spielen Hormone bei Long COVID?
Einige Beobachtungsstudien lieferten Hinweise darauf, dass Frauen unter einer östrogenhaltigen Hormontherapie mildere Verläufe von COVID-19 aufwiesen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Erkenntnisse auf Beobachtungsdaten basieren und nicht aus randomisierten kontrollierten Studien stammen.
Die Analyse der großen US-amerikanischen National COVID Cohort Collaborative (N3C) zeigte, dass eine menopausale östrogenhaltige Hormontherapie mit einem geringeren Sterberisiko sowie einer signifikant kürzeren Krankenhausaufenthaltsdauer assoziiert war (Yoshida et al., 2023). In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Östradiol insgesamt positive Effekte auf das Immunsystem ausübt und zudem die Bildung beziehungsweise Regeneration von Stammzellen fördert.
Yoshida Y, Chu S, Zu Y, Jarvis MF. Effect of menopausal hormone therapy on COVID-19 severe outcomes in women. Am J Med Sci. 2023 Feb;365:S401. doi: 10.1016/S0002-9629(23)00737-1. Epub 2023 Jan 27. PMCID: PMC9883765.
Kann Long COVID behandelt werden?
Eine Standardtherapie gibt es derzeit nicht. Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Beschwerden und möglichen zugrunde liegenden Ursachen. Ziel ist es, behandelbare Faktoren zu erkennen und ein persönliches Therapiekonzept zu entwickeln, das beispielsweise Lebensstilmaßnahmen, Ernährungsmedizin, die Behandlung von Mangelzuständen oder individuell abgestimmte Infusionstherapien umfassen kann.
