Testosteronmangel in München
Testosteron - mehr als nur ein Sexualhormon
Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon und spielt eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Es beeinflusst unter anderem die Muskelmasse, Knochengesundheit, Libido, Erektionsfähigkeit, Stimmung, Energie, Konzentration sowie den Stoffwechsel.
Mit zunehmendem Alter nimmt der Testosteronspiegel zwar langsam ab, ein niedriger Testosteronwert ist jedoch nicht automatisch behandlungsbedürftig. Eine Testosterontherapie sollte nur bei typischen Beschwerden und wiederholt nachgewiesenem Testosteronmangel erfolgen.
Symptome eines Testosteronmangels
Ein Testosteronmangel kann sich unter anderem äußern durch:
- Verminderte Libido
- Erektionsstörungen
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
- Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft
- Zunahme des Körperfetts, insbesondere am Bauch
- Konzentrationsstörungen
- Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmung
- Verminderte Knochendichte (Osteoporose)
- Verminderter Bart- oder Körperhaarwuchs
Da diese Beschwerden viele Ursachen haben können, ist eine sorgfältige Diagnostik wichtig.
Ursachen eines niedrigen Testosteronspiegels
Ein erniedrigter Testosteronspiegel kann verschiedene Ursachen haben. Neben einem primären oder sekundären Hypogonadismus können auch Lebensstilfaktoren und andere Erkrankungen die Testosteronproduktion beeinflussen.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- Übergewicht, insbesondere viszerales Bauchfett
- Chronischer Schlafmangel
- Anhaltender Stress oder Burnout
- Depressionen
- Bewegungsmangel
- Übertraining ohne ausreichende Regeneration
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Bestimmte Medikamente (z. B. Opioide oder Glukokortikoide)
- Schilddrüsenerkrankungen
- Diabetes mellitus und metabolisches Syndrom
- Chronische Erkrankungen
Diagnostik bei Testosteronmangel
Die Diagnose eines Testosteronmangels basiert nicht allein auf einem Laborwert, sondern auf dem Zusammenspiel von typischen Beschwerden und wiederholt erniedrigten Testosteronwerten.
Je nach Fragestellung können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
- Gesamttestosteron (morgens)
- SHBG
- Berechnung des freien Testosterons
- LH und FSH
- Prolaktin
- Estradiol
- DHEA-S
- Blutbild
- Schilddrüsenwerte
- Cortisol
- HbA1c und Blutzucker
- Leber- und Nierenwerte
Testosteron natürlich steigern
Nicht jeder erniedrigte Testosteronspiegel erfordert eine Hormonersatztherapie. Häufig lassen sich beeinflussbare Faktoren optimieren, die sich positiv auf die körpereigene Testosteronproduktion auswirken können.
Dazu gehören insbesondere:
Regelmäßige körperliche Aktivität
Vor allem Krafttraining und regelmäßige Bewegung unterstützen den Erhalt von Muskelmasse und können sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirken.
Gewichtsreduktion
Insbesondere der Abbau von Bauchfett kann die Testosteronproduktion verbessern. Bereits eine moderate Gewichtsabnahme kann sich günstig auf den Hormonspiegel auswirken.
Ausreichender Schlaf
Die Testosteronproduktion erfolgt überwiegend während des Schlafs. Chronischer Schlafmangel kann daher zu einem Abfall der Testosteronwerte führen.
Stress reduzieren
Anhaltender psychischer Stress und erhöhte Cortisolspiegel können die Testosteronproduktion beeinträchtigen. Maßnahmen zur Stressbewältigung sowie die Behandlung eines Burnout-Syndroms können sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirken.
Ausgewogene Ernährung
Eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, gesunden Fetten sowie Mikronährstoffen wie Vitamin D und Zink trägt zu einer normalen Hormonfunktion bei. Ein Mangel sollte jedoch gezielt diagnostiziert und behandelt werden.
Chronische Erkrankungen behandeln
Eine gute Einstellung von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Schlafapnoe oder Schilddrüsenfunktionsstörungen kann ebenfalls zur Verbesserung der Testosteronproduktion beitragen.
Wann ist eine Testosterontherapie sinnvoll?
Eine Testosteronersatztherapie kommt infrage, wenn typische Beschwerden bestehen und ein Testosteronmangel durch wiederholte morgendliche Blutuntersuchungen bestätigt wurde. Vor Beginn einer Behandlung sollten mögliche Ursachen abgeklärt und beeinflussbare Risikofaktoren berücksichtigt werden.
Während der Therapie sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung von Testosteronspiegel, Blutbild, PSA-Wert sowie die Kontrolle möglicher Nebenwirkungen.
Bioidentische Hormontherapie
Unser Hormon-Check
Der Hormon-Check kombiniert eine umfassende Hormondiagnostik mit einer individuellen ärztlichen Beratung. Ziel ist es, hormonelle Ungleichgewichte und mögliche Ursachen Ihrer Beschwerden frühzeitig zu erkennen und eine auf Sie abgestimmte Therapie sowie Präventionsstrategie zu entwickeln.
Häufige Fragen zum Testosteronmangel
Kann man den Testosteronspiegel natürlich erhöhen?
Ja. Regelmäßige Bewegung, insbesondere Krafttraining, ausreichend Schlaf, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Stressmanagement und die Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen können die körpereigene Testosteronproduktion unterstützen.
Führt Burnout zu niedrigem Testosteron?
Chronischer Stress und Burnout können die Hormonregulation beeinflussen und mit erniedrigten Testosteronwerten einhergehen. Gleichzeitig können ähnliche Symptome auch andere Ursachen haben. Daher ist eine sorgfältige ärztliche Abklärung wichtig.
Ist Testosteron nur für die Sexualfunktion wichtig?
Nein. Testosteron beeinflusst unter anderem Muskel- und Knochenstoffwechsel, Fettverteilung, Energie, Stimmung, Konzentration und allgemeine Leistungsfähigkeit.
Wann sollte ein Testosteronmangel abgeklärt werden?
Bei anhaltender Müdigkeit, Libidoverlust, Erektionsstörungen, verminderter Leistungsfähigkeit oder einem deutlichen Verlust an Muskelmasse kann eine hormonelle Abklärung sinnvoll sein.
