Longevity & Healthy Aging in München
Gesund älter werden – mit moderner Präventionsmedizin
Wofür steht Longevity und Healthy Aging?
Der Begriff Longevity stammt aus dem Englischen und bedeutet Langlebigkeit. In der modernen Medizin steht Longevity jedoch nicht allein für ein langes Leben, sondern vor allem für möglichst viele gesunde, aktive und selbstbestimmte Lebensjahre. Dieses Ziel wird auch als Healthy Aging oder gesundes Altern bezeichnet.
Altern ist ein natürlicher biologischer Prozess, dessen Verlauf von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird. Neben genetischen Voraussetzungen spielen insbesondere Ernährung, Bewegung, Schlaf, Hormone, Stoffwechsel, Stress sowie weitere Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle dafür, wie wir altern und wie lange wir körperlich und geistig gesund bleiben.
Ziel der modernen Longevity-Medizin ist es, das biologische Altern positiv zu beeinflussen, altersbedingten Erkrankungen möglichst früh vorzubeugen und die Healthspan – also die Zeit in guter Gesundheit – zu verlängern. Im Mittelpunkt stehen nicht kurzfristige Trends oder einzelne Nahrungsergänzungsmittel, sondern wissenschaftlich fundierte Prävention, moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Maßnahmen, die auf aktuellen medizinischen Erkenntnissen basieren.
Unser Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit Ihnen ein persönliches Präventions- und Longevity-Konzept zu entwickeln. So möchten wir dazu beitragen, Ihre Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Vitalität bis ins hohe Alter zu erhalten.
Was bedeutet Healthy Aging?
Altern ist ein natürlicher biologischer Prozess. Wie wir altern, wird jedoch von vielen Faktoren beeinflusst. „Healthy Aging" verfolgt das Ziel, diese Faktoren positiv zu beeinflussen und die Zeit in guter Gesundheit – die sogenannte Healthspan – möglichst zu verlängern.
Dabei stehen nicht einzelne Nahrungsergänzungsmittel oder kurzfristige Trends im Mittelpunkt, sondern wissenschaftlich fundierte Prävention und ein gesunder Lebensstil.
Für wen ist Longevity sinnvoll?
Unser Longevity-Konzept richtet sich an Menschen,
- die ihre Gesundheit aktiv erhalten möchten,
- die ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit langfristig fördern möchten,
- die individuelle Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen möchten,
- die gesund und selbstbestimmt älter werden möchten,
- die Prävention als Investition in ihre Zukunft verstehen.
Warum altern wir?
Altern ist ein natürlicher biologischer Prozess. Wie schnell wir altern, wird jedoch nicht allein durch unsere Gene bestimmt. Zahlreiche Faktoren beeinflussen unsere Gesundheit und den Alterungsprozess, unter anderem:
- Genetik – bestimmt einen Teil unseres Alterungsprozesses, ist jedoch nicht allein entscheidend.
- Ernährung – versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und beeinflusst Stoffwechsel sowie Entzündungsprozesse.
- Bewegung – trägt zum Erhalt von Muskelmasse, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Stoffwechsel bei.
- Schlaf – unterstützt die Regeneration von Körper und Gehirn.
- Hormone – spielen eine wichtige Rolle für Energie, Muskelmasse, Knochengesundheit und Stoffwechsel.
- Stoffwechsel – beeinflusst unter anderem Blutzucker, Fettstoffwechsel und das Risiko für chronische Erkrankungen.
- Chronische Entzündungen (Inflammaging) – können Alterungsprozesse und altersbedingte Erkrankungen fördern.
- Stress und Lebensstil – wirken sich auf das hormonelle Gleichgewicht, das Immunsystem und die Zellgesundheit aus.
Die moderne Longevity-Medizin verfolgt das Ziel, beeinflussbare Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und durch wissenschaftlich fundierte Prävention die Gesundheit möglichst lange zu erhalten.
Die Hallmarks of Aging – die biologischen Grundlagen des Alterns
Die Hallmarks of Aging (Kennzeichen des Alterns) beschreiben die wichtigsten biologischen Prozesse, die nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand zum Alterungsprozess beitragen. Sie bilden die Grundlage der modernen Longevity-Forschung und helfen zu verstehen, warum sich die Funktion von Zellen und Organen im Laufe des Lebens verändert.
Die ursprünglich beschriebenen neun Hallmarks of Aging wurden im Jahr 2023 auf zwölf Hallmarks erweitert. Darüber hinaus werden in der aktuellen Forschung weitere biologische Mechanismen als mögliche zusätzliche Hallmarks diskutiert. Daher sprechen einige Autoren inzwischen bereits von 14 Hallmarks of Aging, ein allgemeiner wissenschaftlicher Konsens hierzu besteht derzeit jedoch noch nicht.
Zu den derzeit anerkannten 12 Hallmarks of Aging gehören:
- Genomische Instabilität – Schäden an der Erbinformation (DNA), die sich im Laufe des Lebens ansammeln.
- Telomerverkürzung – Verkürzung der Schutzkappen an den Enden der Chromosomen (Telomere)
- Epigenetische Veränderungen – Veränderungen der Genregulation, die beeinflussen, welche Gene aktiviert oder deaktiviert werden.
- Verlust der Proteinhomöostase – Ansammlung fehlgefalteter oder geschädigter Proteine (Eiweiße) in den Zellen.
- Gestörte Wahrnehmung von Nährstoffen (Deregulated Nutrient Sensing) – Veränderungen von Signalwegen, die den Stoffwechsel, das Zellwachstum und die Energieversorgung regulieren.
- Mitochondriale Dysfunktion – Verminderte Energieproduktion durch die „Kraftwerke“ der Zellen (Mitochondrien).
- Zelluläre Seneszenz – Ansammlung gealterter, nicht mehr teilungsfähiger Zellen, die entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen können.
- Stammzellerschöpfung – Nachlassende Regenerationsfähigkeit des Körpers durch eine verminderte Funktion und Anzahl von Stammzellen.
- Veränderte interzelluläre Kommunikation – Gestörte Signalübertragung zwischen den Zellen und Organen.
- Beeinträchtigte Makroautophagie – Verminderte Fähigkeit der Zellen, geschädigte Zellbestandteile und Proteine abzubauen und zu recyceln („zelluläre Müllabfuhr“).
- Chronische Entzündung (Inflammaging) – Altersbedingte, niedriggradige Entzündungsprozesse, die zahlreiche Alterungsprozesse fördern können.
- Dysbiose – Nachteilige Veränderungen der Zusammensetzung des Darmmikrobioms.
Nicht alle Hallmarks of Aging können derzeit gezielt therapeutisch beeinflusst werden. Sie helfen jedoch, die biologischen Mechanismen des Alterns besser zu verstehen und bilden die wissenschaftliche Grundlage moderner Präventions- und Longevity-Konzepte.
Literatur
- López-Otín C, Blasco MA, Partridge L, Serrano M, Kroemer G. The Hallmarks of Aging. Cell. 2013;153(6):1194–1217. doi:10.1016/j.cell.2013.05.039.
- López-Otín C, Blasco MA, Partridge L, Serrano M, Kroemer G, et al. Hallmarks of Aging: An Expanding Universe. Cell. 2023;186(2):243–278. doi:10.1016/j.cell.2022.11.001.
Welche Faktoren beeinflussen gesundes Altern?
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen und beeinflusst Stoffwechsel, Entzündungsprozesse sowie die Darmgesundheit. Sie ist ein wesentlicher Baustein für gesundes Altern.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung stärkt Herz, Muskulatur und Stoffwechsel. Sie trägt dazu bei, das Risiko zahlreicher altersbedingter Erkrankungen zu reduzieren und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.
- Muskelmasse: Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse natürlicherweise ab. Krafttraining und eine ausreichende Eiweißzufuhr helfen, Muskelkraft, Mobilität und Selbstständigkeit langfristig zu erhalten.
- Schlaf: Ausreichender und erholsamer Schlaf ist wichtig für Regeneration, Hormonhaushalt und Immunsystem. Schlafmangel kann Alterungsprozesse und das Risiko chronischer Erkrankungen begünstigen.
- Stressmanagement: Chronischer Stress kann Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem negativ beeinflussen. Entspannung, Bewegung und ausreichend Erholung unterstützen die langfristige Gesundheit.
- Hormone: Hormone steuern zahlreiche Körperfunktionen wie Stoffwechsel, Energie, Muskel- und Knochengesundheit. Eine gezielte Hormondiagnostik kann helfen, hormonelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
- Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind für zahlreiche Stoffwechselprozesse unverzichtbar. Eine individuelle Diagnostik kann helfen, Mängel frühzeitig zu erkennen und gezielt auszugleichen.
- Darmmikrobiom: Das Darmmikrobiom beeinflusst Verdauung, Immunsystem und Stoffwechsel. Eine gesunde Darmflora trägt wesentlich zum allgemeinen Wohlbefinden und zur langfristigen Gesundheit bei.
- Herz-Kreislauf-Gesundheit: Ein gesundes Herz-Kreislauf-System ist eine wichtige Voraussetzung für gesundes Altern. Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten kann helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Medikamente in der Longevity-Medizin
Neben Lebensstilmaßnahmen werden verschiedene Medikamente auf ihr Potenzial zur Förderung eines gesunden Alterns untersucht. Dazu gehören unter anderem Metformin, Rapamycin, GLP-1-Rezeptoragonisten, Senolytika und Acarbose.
Viele dieser Substanzen zeigen vielversprechende Ergebnisse in der Forschung. Für die meisten Anwendungen besteht derzeit jedoch keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz, um einen routinemäßigen Einsatz bei gesunden Menschen zu empfehlen. Medikamentöse Therapien sollten daher stets individuell und auf Grundlage der aktuellen Studienlage beurteilt werden.
Neben Lebensstilmaßnahmen werden verschiedene Medikamente auf ihr Potenzial zur Förderung eines gesunden Alterns untersucht. Dazu gehören unter anderem Metformin, Rapamycin, GLP-1-Rezeptoragonisten, Senolytika und Acarbose.
Viele dieser Substanzen zeigen vielversprechende Ergebnisse in der Forschung. Für die meisten Anwendungen besteht derzeit jedoch keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz, um einen routinemäßigen Einsatz bei gesunden Menschen zu empfehlen. Medikamentöse Therapien sollten daher stets individuell und auf Grundlage der aktuellen Studienlage beurteilt werden.
Häufig diskutierte Medikamente
- Metformin – wird hinsichtlich möglicher Effekte auf gesundes Altern untersucht.
- Rapamycin – mTOR-Hemmer mit vielversprechenden Ergebnissen in der Alternsforschung.
- GLP-1-Rezeptoragonisten – ursprünglich zur Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes entwickelt.
- Senolytika – experimentelle Wirkstoffe zur gezielten Entfernung seneszenter Zellen.
- Acarbose – wird auf mögliche Auswirkungen auf Alterungsprozesse untersucht.
Kirkland JL, Tchkonia T. Senolytic drugs: from discovery to translation.Journal of Internal Medicine. 2020;288(5):518–536. doi:10.1111/joim.13141Häufig diskutierte Medikamente
Nahrungsergänzungsmittel in der Longevity-Medizin
Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel werden hinsichtlich ihres Potenzials zur Förderung eines gesunden Alterns untersucht. Für einige Substanzen liegen gute Daten für bestimmte Anwendungsgebiete oder bei nachgewiesenem Mangel vor, während für andere eine Verlängerung der Gesundheitsspanne oder Lebensdauer beim Menschen bislang nicht ausreichend belegt ist.
Häufig diskutierte Nahrungsergänzungsmittel
· Omega-3-Fettsäuren – Wichtig für Herz-Kreislauf-, Gehirn- und Zellgesundheit; können insbesondere bei geringer Zufuhr sinnvoll sein.
· Vitamin D – Entscheidend für Knochen, Muskeln und Immunsystem; eine Supplementierung wird vor allem bei nachgewiesenem Mangel empfohlen.
· Magnesium – Unterstützt die Funktion von Muskeln, Nerven und Energiestoffwechsel; sinnvoll bei unzureichender Versorgung oder erhöhtem Bedarf.
· Kreatin – Gut untersucht zur Unterstützung von Muskelkraft und Leistungsfähigkeit; wird zunehmend auch im Zusammenhang mit gesundem Altern erforscht.
· Taurin – Spielt eine Rolle bei verschiedenen Stoffwechselprozessen und wird derzeit hinsichtlich möglicher Effekte auf gesundes Altern untersucht.
· Glucosamin – Wird vor allem zur Unterstützung der Gelenkgesundheit eingesetzt; ein möglicher Einfluss auf gesundes Altern wird diskutiert.
· Spermidin – Wird aufgrund möglicher Effekte auf die Autophagie und Zellgesundheit wissenschaftlich untersucht.
· NAD⁺-Vorläufer (NMN, NR) – Sollen die NAD⁺-Spiegel erhöhen und werden hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf den Energiestoffwechsel und Alterungsprozesse erforscht.
· Coenzym Q10 – Wichtig für die Energieproduktion in den Mitochondrien; kann insbesondere bei bestimmten Erkrankungen oder unter Statintherapie sinnvoll sein.
· Alpha-Ketoglutarat (AKG) – Ein natürliches Zwischenprodukt des Energiestoffwechsels, das aufgrund möglicher Effekte auf Zellstoffwechsel und gesundes Altern wissenschaftlich untersucht wird.
· Resveratrol – Ein pflanzlicher sekundärer Pflanzenstoff mit antioxidativen Eigenschaften, der seit vielen Jahren hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Alterungsprozesse erforscht wird.
Wissenschaftlicher Hinweis: Viele dieser Substanzen werden intensiv erforscht. Für zahlreiche Anwendungen in der Longevity-Medizin besteht derzeit jedoch keine ausreichende Evidenz, um eine generelle Einnahme bei gesunden Menschen zu empfehlen. Eine Supplementierung sollte daher individuell und auf Grundlage einer ärztlichen Beratung erfolgen.
Bischoff-Ferrari HA, Gängler S, Wieczorek M, Belsky DW, Ryan J, Kressig RW, Stähelin HB, Theiler R, Dawson-Hughes B, Rizzoli R, Vellas B, Rouch L, Guyonnet S, Egli A, Orav EJ, Willett W, Horvath S. Individual and additive effects of vitamin D, omega-3 and exercise on DNA methylation clocks of biological aging in older adults from the DO-HEALTH trial. Nat Aging. 2025 Mar;5(3):376-385. doi: 10.1038/s43587-024-00793-y. Epub 2025 Feb 3. PMID: 39900648; PMCID: PMC11922767.
Unser Longevity Konzept
Jeder Mensch altert unterschiedlich. Deshalb beginnt Longevity für uns nicht mit einer Therapie, sondern mit einer fundierten Diagnostik.
Unser Longevity-Check kombiniert moderne Präventionsmedizin mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Longevity-Forschung. Ziel ist es, individuelle Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, den biologischen Alterungsprozess besser zu verstehen und gemeinsam ein persönliches Konzept für gesundes Altern zu entwickeln.
Diagnostische Bausteine unseres Longevity-Checks
Der Longevity-Check umfasst die diagnostischen Bausteine unseres BlueZoneMuc Gesundheits-Checks und wird je nach individueller Fragestellung durch spezielle Untersuchungen der Longevity-Medizin ergänzt.
Moderne Labordiagnostik
Individuelle Laboranalysen zur Beurteilung Ihres Gesundheitszustands.
Herz-Kreislauf-Diagnostik
Früherkennung von Herz- und Gefäßerkrankungen mit modernen Untersuchungsverfahren.
Körperzusammensetzungsanalyse
Analyse von Muskelmasse, Fettmasse und Körperzusammensetzung.
Mikronährstoffdiagnostik
Analyse möglicher Defizite als Grundlage einer gezielten Therapie.
Mikrobiomanalyse
Untersuchung der Darmflora als ergänzender Baustein einer ganzheitlichen Prävention.
Spezielle Longevity-Diagnostik
Je nach Gesundheitszustand, Risikofaktoren und persönlichen Zielen ergänzen wir den Longevity-Check durch moderne Spezialdiagnostik. So können biologische Alterungsprozesse noch umfassender beurteilt und individuelle Präventionsmaßnahmen gezielt geplant werden.
Erweiterte Hormondiagnostik
Oxidativer Stress
Mitochondriale Diagnostik
Biologisches Alter
NAD⁺-Diagnostik
Leistungsdiagnostik (VO₂max & VLamax)
Unser Ziel: Ihr individuelles Longevity-Konzept
Auf Grundlage aller Untersuchungsergebnisse entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles, wissenschaftlich fundiertes Longevity-Konzept. Dieses umfasst – abhängig von Ihren persönlichen Zielen und den diagnostischen Befunden – Empfehlungen und Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Muskelaufbau, Schlaf, Stressmanagement sowie gegebenenfalls Hormontherapie, Mikronährstoffmedizin oder weitere medizinische Therapien.
Durch regelmäßige Verlaufskontrollen können wir den Erfolg der Maßnahmen überprüfen und Ihr Longevity-Konzept bei Bedarf anpassen.
Häufige Fragen zur Longevity-Medizin
Kann man das Altern verlangsamen?
Altern ist ein natürlicher biologischer Prozess und lässt sich nicht aufhalten. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und die Behandlung von Risikofaktoren die Gesundheitsspanne (Healthspan) positiv beeinflussen können. Ziel der Longevity-Medizin ist es, möglichst viele gesunde Lebensjahre zu erhalten.
Was ist das biologische Alter?
Das biologische Alter beschreibt den tatsächlichen biologischen Zustand des Körpers und kann vom chronologischen Alter abweichen. Es wird durch genetische Faktoren, Lebensstil und Umwelteinflüsse geprägt und kann Hinweise auf individuelle Alterungsprozesse geben.
Wie wird das biologische Alter bestimmt?
Das biologische Alter kann mithilfe verschiedener Verfahren abgeschätzt werden. Dazu gehören unter anderem epigenetische Analysen, Laborparameter, Körperzusammensetzung sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechseluntersuchungen. Welche Diagnostik sinnvoll ist, hängt von der individuellen Fragestellung ab.
Welche Laborwerte sind für Longevity sinnvoll?
Ein allgemeingültiges Longevity-Labor gibt es nicht. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, richtet sich nach Alter, Vorerkrankungen, Risikofaktoren und persönlichen Zielen. Im Rahmen unseres Longevity-Checks stellen wir die Labordiagnostik individuell zusammen.
Welche Laborwerte werden analysiert?
Die Laboranalysen richten sich nach Ihrer persönlichen Fragestellung. Je nach Risikoprofil können unter anderem Blutbild, Eisenstoffwechsel, Leber- und Nierenwerte, Schilddrüsenwerte, Blutzucker, HbA1c, Blutfette, Entzündungsmarker, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Hormonwerte bestimmt werden.
Welche Rolle spielen Hormone beim Altern?
Hormone beeinflussen unter anderem Stoffwechsel, Muskel- und Knochengesundheit, Schlaf, Energie und Wohlbefinden. Hormonelle Veränderungen sind ein natürlicher Bestandteil des Alterns. Ob eine weiterführende Hormondiagnostik oder Therapie sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich beurteilt werden.
Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll?
Nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel ist für jeden Menschen sinnvoll. Eine Supplementierung sollte sich an der individuellen Ernährung, den Laborwerten und dem persönlichen Gesundheitszustand orientieren. Viele Substanzen werden derzeit wissenschaftlich untersucht, eine generelle Empfehlung ist jedoch häufig nicht möglich.
Ab welchem Alter ist Longevity sinnvoll?
Der biologische Alterungsprozess beginnt bereits lange bevor erste Beschwerden auftreten. Die Longevity-Medizin verfolgt das Ziel, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Gesundheit möglichst langfristig zu erhalten. Prävention ist dabei besonders wirksam, wenn sie beginnt, bevor Erkrankungen entstehen.
Wie oft sollte ein Longevity-Check durchgeführt werden?
Die Häufigkeit eines Longevity-Checks richtet sich nach Ihren individuellen Risikofaktoren und den Untersuchungsergebnissen. In vielen Fällen sind Kontrollen alle ein bis drei Jahre sinnvoll. Bei festgestellten Mängeln oder während einer Therapie können kürzere Kontrollintervalle empfohlen werden, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.
Was kostet ein Longevity-Check?
Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Diagnostik und den individuell gewünschten Untersuchungen. Gerne beraten wir Sie persönlich und erstellen ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Untersuchungskonzept.
