Kinderwunsch und Zyklusmedizin in München

Kinderwunsch & Zyklusmedizin in München

Den weiblichen Zyklus verstehen – Ursachen erkennen und Fruchtbarkeit gezielt unterstützen

Ein regelmäßiger Menstruationszyklus ist ein wichtiger Hinweis auf eine ausgewogene hormonelle Regulation. Zyklusstörungen, ausbleibende Eisprünge oder hormonelle Veränderungen können den Kinderwunsch erschweren und gleichzeitig Hinweise auf zugrunde liegende Erkrankungen geben.

Im Rahmen unserer Kinderwunsch- und Zyklusmedizin analysieren wir mögliche hormonelle, stoffwechselbedingte und gesundheitliche Ursachen. Ziel ist es, den Zyklus besser zu verstehen, hormonelle Ungleichgewichte frühzeitig zu erkennen und individuelle Therapieansätze zu entwickeln.

Wann ist eine Abklärung sinnvoll?

Eine Untersuchung kann unter anderem sinnvoll sein bei:

  • unerfülltem Kinderwunsch 
  • unregelmäßigen oder ausbleibenden Menstruationszyklen 
  • Verdacht auf fehlende Eisprünge 
  • wiederholten Fehlgeburten 
  • PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) 
  • Endometriose  
  • Progesteronmangel  
  • vorzeitiger Eierstockinsuffizienz (POI) 
  • Schilddrüsenerkrankungen  
  • Verdacht auf hormonelle Störungen 

Unsere Diagnostik

Eine moderne Kinderwunschdiagnostik umfasst weit mehr als die Bestimmung einzelner Hormone. Je nach Fragestellung können unter anderem folgende Untersuchungen sinnvoll sein:

  • ausführliche Anamnese 
  • Zyklusanalyse  
  • Hormonstatus (z. B. FSH, LH, Östradiol, Progesteron, AMH, Prolaktin, Testosteron) 
  • Schilddrüsendiagnostik  
  • Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse 
  • Untersuchung des Eisenstoffwechsels und ausgewählter Mikronährstoffe 
  • Stoffwechseldiagnostik (z. B. Insulinresistenz) 
  • genetische Beratung und Diagnostik bei entsprechender Indikation 

Individuelle Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Je nach Befund können Lebensstilmaßnahmen, die Optimierung von Mikronährstoffen, die Behandlung hormoneller oder stoffwechselbedingter Störungen sowie – bei entsprechender Indikation – eine individuell abgestimmte Hormontherapie sinnvoll sein.

Unser Ziel ist es, die natürlichen Voraussetzungen für einen regelmäßigen Zyklus und eine Schwangerschaft bestmöglich zu unterstützen und Sie auf Ihrem Weg kompetent zu begleiten.

Bei familiären Erkrankungen, wiederholten Fehlgeburten oder einem unerfüllten Kinderwunsch bieten wir Ihnen auch eine humangenetische Beratung und Diagnostik an.

Häufige Fragen zu Kinderwunsch & Zyklusmedizin  

Was versteht man unter Zyklusmedizin?
Die Zyklusmedizin beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Menstruationsstörungen, hormonellen Ungleichgewichten und Erkrankungen, die den weiblichen Zyklus beeinflussen. Ziel ist es, die Ursachen zu erkennen und den Zyklus individuell zu unterstützen.

Wann sollte ein unerfüllter Kinderwunsch ärztlich abgeklärt werden?
Bei Frauen unter 35 Jahren empfiehlt sich eine Abklärung nach etwa zwölf Monaten regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs ohne Schwangerschaft. Ab 35 Jahren sollte die Diagnostik bereits nach sechs Monaten erfolgen. Bei Zyklusstörungen oder bekannten Vorerkrankungen kann eine frühere Abklärung sinnvoll sein.

Welche Ursachen können einen unerfüllten Kinderwunsch haben?
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören hormonelle Störungen, ausbleibende Eisprünge, Endometriose, das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), Veränderungen der Eileiter oder der Gebärmutter sowie Einschränkungen der Spermienqualität. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Welche Untersuchungen gehören zur Kinderwunschdiagnostik?
Je nach Fragestellung können eine ausführliche Anamnese, eine gynäkologische Ultraschalluntersuchung, Hormonanalysen, die Beurteilung des Eisprungs sowie weitere individuelle Untersuchungen sinnvoll sein. Auch die Untersuchung des Partners ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik.

Welche Hormone spielen bei einem Kinderwunsch eine Rolle?
Unter anderem sind FSH, LH, Estradiol, Progesteron, AMH, Prolaktin sowie Schilddrüsenhormone und gegebenenfalls Androgene von Bedeutung. Welche Werte bestimmt werden, richtet sich nach dem individuellen Zyklus und der Fragestellung.

Kann ein unregelmäßiger Zyklus die Fruchtbarkeit beeinflussen?
Ja. Ein unregelmäßiger Zyklus kann auf ausbleibende oder seltene Eisprünge hinweisen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft reduzieren. Eine gezielte Diagnostik hilft, die Ursache zu finden und mögliche Behandlungsoptionen aufzuzeigen.

Welche Rolle spielt das Alter beim Kinderwunsch?
Mit zunehmendem Alter nehmen sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Eizellen ab. Besonders ab dem 35. Lebensjahr sinkt die natürliche Fruchtbarkeit kontinuierlich. Deshalb kann eine frühzeitige Abklärung sinnvoll sein.

Beeinflusst die Schilddrüse die Fruchtbarkeit?
Ja. Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion als auch eine Schilddrüsenüberfunktion können den Zyklus und den Eisprung beeinflussen. Eine optimale Schilddrüsenfunktion ist daher für einen Kinderwunsch wichtig.

Welche Bedeutung hat der AMH-Wert?
Der Anti-Müller-Hormon-(AMH)-Wert gibt Hinweise auf die ovarielle Reserve, also die Anzahl der noch vorhandenen Eizellen. Er erlaubt jedoch keine Aussage darüber, ob eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg möglich ist.

Kann Endometriose die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
Ja. Endometriose kann die Eizellreifung, die Funktion der Eileiter und die Einnistung einer befruchteten Eizelle beeinflussen. Nicht jede Frau mit Endometriose ist jedoch unfruchtbar.

Kann der Lebensstil die Fruchtbarkeit beeinflussen?
Ja. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, Normalgewicht sowie der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum können die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Auch Stressmanagement kann unterstützend wirken.

Kann eine Mikronährstoffanalyse bei Kinderwunsch sinnvoll sein?
In bestimmten Situationen kann die Bestimmung ausgewählter Mikronährstoffe sinnvoll sein, insbesondere bei nachgewiesenen Mangelzuständen oder Risikofaktoren. Eine routinemäßige umfangreiche Mikronährstoffdiagnostik wird jedoch nicht für alle Frauen empfohlen und sollte individuell entschieden werden.

Wann ist eine Überweisung in ein Kinderwunschzentrum sinnvoll?
Wenn trotz Diagnostik und Behandlung keine Schwangerschaft eintritt oder eine spezielle reproduktionsmedizinische Therapie erforderlich ist, kann eine Zusammenarbeit mit einem Kinderwunschzentrum sinnvoll sein. 

 

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