Hormone & Herz-Kreislauf-Gesundheit in München
Warum Hormone für ein gesundes Herz so wichtig sind
Hormone spielen eine entscheidende Rolle für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Sie wirken unter anderem auf die Blutgefäße, den Blutdruck, den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie auf Entzündungsprozesse im Körper.
Besonders bei Frauen verändert sich mit den Wechseljahren das Herz-Kreislauf-Risiko. Durch den Rückgang des Östrogens steigt unter anderem das Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose, Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wann ist eine hormonelle Abklärung sinnvoll?
Eine hormonelle Diagnostik kann insbesondere sinnvoll sein bei:
- Bluthochdruck, insbesondere wenn dieser neu auftritt oder schwer einstellbar ist
- Erhöhten Cholesterinwerten oder anderen Fettstoffwechselstörungen
- Insulinresistenz, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes
- Gewichtszunahme, insbesondere einer vermehrten Fettansammlung im Bauchbereich
- Verminderter körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit, Erschöpfung oder anhaltender Müdigkeit
- Herzrhythmusstörungen, Herzrasen oder Palpitationen
- Schilddrüsenerkrankungen oder auffälligen Schilddrüsenwerten
- Wechseljahresbeschwerden oder vorzeitigen Wechseljahren bei Frauen
- Verdacht auf Testosteronmangel bei Männern, beispielsweise bei Libidoverlust, Muskelabbau oder verminderter Leistungsfähigkeit
- Familiärer Belastung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder frühzeitigen Herzinfarkten
- Verdacht auf hormonelle Ursachen von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren
Hormone beeinflussen zahlreiche Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Prozesse. Veränderungen der Schilddrüsenfunktion, der Sexualhormone oder anderer hormoneller Regelkreise können unter anderem den Blutdruck, den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie das Herz-Kreislauf-Risiko beeinflussen. Im Rahmen einer individuellen Diagnostik prüfen wir, ob hormonelle Faktoren zu Ihren Beschwerden oder Risikofaktoren beitragen und entwickeln auf dieser Grundlage ein evidenzbasiertes, individuelles Therapiekonzept.
Unsere Diagnostik
Im Rahmen unserer Präventionsmedizin betrachten wir den Hormonhaushalt nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystem. Hormone beeinflussen unter anderem den Blutdruck, den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Körperzusammensetzung sowie das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko. Ziel unserer Diagnostik ist es, hormonelle Ursachen und kardiometabolische Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und ganzheitlich zu beurteilen.
Je nach Beschwerden, Vorerkrankungen und individuellen Risikofaktoren können unter anderem folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
- Hormonstatus (z. B. Sexualhormone, Cortisol, DHEA-S)
- Fettstoffwechsel (u. a. LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyzeride, ApoB, Lipoprotein(a))
- Zuckerstoffwechsel und Insulinsensitivität (HbA1c, Nüchternglukose, Insulin, ggf. HOMA-Index)
- Kardiometabolische Risikomarker (z. B. Homocystein, Harnsäure und hs-CRP)
- Blutdruckmessung und individuelle Herz-Kreislauf-Risikobeurteilung
- Herz-Kreislauf-Diagnostik (z. B. Ruhe-EKG, ggf. Belastungs-EKG, Ultraschall der Halsschlagadern und Bauchschlagader sowie Cardisiographie als moderne ergänzende Herzdiagnostik – je nach Fragestellung)
- Körperzusammensetzungsanalyse (Muskelmasse, Fettmasse und viszerales Fett)
- Schilddrüsendiagnostik (TSH, fT3, fT4 sowie bei Bedarf Schilddrüsenantikörper und Ultraschall)
- Mikronährstoffdiagnostik (z. B. Eisenstatus, Vitamin D, Vitamin B12 oder weitere Mikronährstoffe bei entsprechender Indikation)
- Darmgesundheit und weitere Laboruntersuchungen bei entsprechender Fragestellung
- Analyse von Lebensstil, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress als Grundlage eines individuellen Präventionskonzeptes
Auf Basis der Ergebnisse entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles, evidenzbasiertes Präventions- und Therapiekonzept. Unser Ziel ist es, hormonelle und kardiometabolische Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit langfristig zu fördern und chronischen Erkrankungen gezielt vorzubeugen.
Unser Ziel
Unser Ziel ist es, hormonelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen und individuelle Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu identifizieren. Durch moderne Diagnostik und ein ganzheitliches Präventionskonzept unterstützen wir Sie dabei, Ihre Herzgesundheit langfristig zu erhalten.
Eine moderne Hormonmedizin bedeutet für uns nicht nur die Behandlung von Beschwerden, sondern auch die Berücksichtigung langfristiger gesundheitlicher Auswirkungen auf Herz, Gefäße und Stoffwechsel. Deshalb betrachten wir den Hormonhaushalt stets im Zusammenhang mit Ihrem individuellen Herz-Kreislauf-Risiko.
Häufige Fragen zu Hormone & Herz-Kreislauf-Gesundheit
Können Hormone das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen?
Ja. Hormone beeinflussen unter anderem den Blutdruck, den Fett- und Zuckerstoffwechsel, die Gefäßfunktion sowie die Körperzusammensetzung. Veränderungen der Schilddrüsenfunktion, der Sexualhormone oder anderer Hormonsysteme können das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko beeinflussen. Eine hormonelle Diagnostik kann helfen, mögliche Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen und Risikofaktoren gezielt zu behandeln.
Kann eine Schilddrüsenerkrankung Herz-Kreislauf-Beschwerden verursachen?
Ja. Sowohl eine Schilddrüsenüberfunktion als auch eine Schilddrüsenunterfunktion können sich auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Eine Überfunktion kann unter anderem Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck verursachen. Eine Unterfunktion kann mit erhöhten Cholesterinwerten, einer verlangsamten Herzfrequenz, verminderter Leistungsfähigkeit und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergehen. Bei entsprechenden Beschwerden kann eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion sinnvoll sein.
Sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Wechseljahren häufiger?
Ja. Mit dem Absinken der Östrogenspiegel nach den Wechseljahren steigt das Risiko für Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Gleichzeitig verändern sich häufig die Körperzusammensetzung und der Zuckerstoffwechsel. Eine frühzeitige Prävention und individuelle Risikobeurteilung können dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Kann ein Testosteronmangel das Herz-Kreislauf-System beeinflussen?
Ein Testosteronmangel kann unter anderem mit einer Zunahme des Bauchfetts, einer verminderten Muskelmasse, Insulinresistenz und ungünstigen Veränderungen des Stoffwechsels einhergehen. Ob eine Testosteronersatztherapie sinnvoll ist, sollte ausschließlich bei nachgewiesenem Mangel und nach sorgfältiger ärztlicher Diagnostik entschieden werden.
