Mikrobiomanalyse in München

Mikrobiomanalyse in München 

Das Darmmikrobiom – ein wichtiger Baustein Ihrer Gesundheit

Der menschliche Darm wird von Billionen von Mikroorganismen besiedelt, die zusammen das Darmmikrobiom bilden. Es spielt eine wichtige Rolle für die Verdauung, den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Darmbarriere. Darüber hinaus gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass Veränderungen des Mikrobioms mit verschiedenen Erkrankungen in Zusammenhang stehen können.

Mit einer Mikrobiomanalyse lässt sich die Zusammensetzung der Darmflora untersuchen und beurteilen. Die Analyse kann Hinweise auf Veränderungen der bakteriellen Vielfalt, des Mikrobioms sowie auf eine gestörte Darmbarriere oder entzündliche Prozesse liefern. Die Ergebnisse werden dabei stets im Zusammenhang mit Ihrer Krankengeschichte, Ihren Beschwerden und weiteren Untersuchungsbefunden bewertet.

Wann ist eine Mikrobiomanalyse sinnvoll?

Eine Mikrobiomanalyse kann unter anderem sinnvoll sein bei:

  • chronischen Magen-Darm-Beschwerden 
  • Reizdarmsyndrom 
  • wiederkehrenden Durchfällen oder Verstopfung 
  • Blähungen 
  • nach Antibiotikatherapien 
  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (ergänzend) 
  • präventiv zur individuellen Gesundheitsanalyse 

Individuelle Therapie auf Basis Ihrer Ergebnisse

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept. Je nach Befund können Ernährungsanpassungen, der gezielte Einsatz von Prä- oder Probiotika sowie weitere therapeutische Maßnahmen sinnvoll sein. Da sich die Forschung zum Darmmikrobiom kontinuierlich weiterentwickelt, orientieren wir uns dabei an der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz und Ihren individuellen Bedürfnissen.

Häufige Fragen zur Mikrobiomdiagnostik

Wie kann ich mein Mikrobiom günstig beeinflussen?

Ein vielfältiges Darmmikrobiom wird vor allem durch einen gesunden Lebensstil gefördert. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und fermentierten Lebensmitteln unterstützt die Vielfalt der Darmbakterien. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und Stressreduktion können ebenfalls zu einer gesunden Darmflora beitragen.

Was ist eine FODMAP-Unverträglichkeit?

FODMAPs sind bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate, die im Dünndarm nur unvollständig aufgenommen werden und im Dickdarm von Darmbakterien fermentiert werden. Bei empfindlichen Menschen kann dies zu Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Eine zeitlich begrenzte FODMAP-arme Ernährung kann insbesondere bei Reizdarmbeschwerden hilfreich sein und sollte möglichst unter fachlicher Begleitung erfolgen.

Was ist eine SIBO?

SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) bezeichnet eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms. Typische Beschwerden sind Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Völlegefühl. Die Diagnose erfolgt meist mithilfe spezieller Atemtests. Je nach Ursache stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Was ist ein Leaky Gut?

Als Leaky Gut (engl. „durchlässiger Darm“) wird eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmbarriere bezeichnet. Die Darmschleimhaut bildet normalerweise eine Schutzbarriere, die Nährstoffe passieren lässt und gleichzeitig verhindert, dass unerwünschte Stoffe oder Mikroorganismen in den Körper gelangen. Ist diese Barriere gestört, spricht man von einer erhöhten Darmpermeabilität.

Eine erhöhte Darmpermeabilität wurde bei verschiedenen Erkrankungen, beispielsweise chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Zöliakie, nachgewiesen. Ob ein „Leaky Gut“ jedoch als eigenständige Ursache unspezifischer Beschwerden anzusehen ist, wird derzeit wissenschaftlich kontrovers diskutiert.

Eine gestörte Darmbarriere kann unter anderem mit Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Reizdarmbeschwerden einhergehen.

Welche Lebensmittel fördern ein gesundes Mikrobiom?

Ein gesundes Mikrobiom profitiert vor allem von einer abwechslungsreichen, pflanzenbetonten Ernährung. Besonders günstig sind ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut. Eine hohe Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel scheint die bakterielle Vielfalt im Darm positiv zu beeinflussen.

Wann sind Probiotika sinnvoll?

Probiotika können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, beispielsweise nach einer Antibiotikatherapie oder bei ausgewählten Darmerkrankungen. Da sich die Wirkung je nach Bakterienstamm und Erkrankung unterscheidet, sollte die Auswahl individuell und auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz erfolgen.

Darmflora nach Antibiotika aufbauen

Antibiotika können das Gleichgewicht des Darmmikrobioms vorübergehend verändern. Nach Abschluss der Behandlung unterstützt eine ballaststoffreiche und abwechslungsreiche Ernährung die Regeneration der Darmflora. In bestimmten Fällen kann zusätzlich der gezielte Einsatz von Probiotika sinnvoll sein.

Reizdarm und Mikrobiom

Bei vielen Menschen mit Reizdarmsyndrom finden sich Veränderungen der Darmflora. Das Mikrobiom gilt als einer von mehreren Faktoren, die zur Entstehung der Beschwerden beitragen können. Die Behandlung erfolgt individuell und kann je nach Befund Ernährungsanpassungen, eine FODMAP-arme Ernährung, Probiotika oder weitere therapeutische Maßnahmen umfassen.

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